MarkusGoerlich/ spannende Bildungsprojekte

Datenschutz, Big Data, Datenkraken, Datenschutzgrundverordnung, Verkauf von Daten, … 

Um den Begriff der Daten kommt man heutzutage nicht mehr herum. Doch eigentlich sind Daten ein unglaublich abstraktes Konzept. Man kann es nicht sehen und nicht anfassen. Es ist auch gar nicht so klar, welche Daten überhaupt über uns erhoben werden und was daran problematisch sein kann.

Was sind Daten und wie werden sie erhoben? Wie sammeln, speichern und verwerten Unternehmen Daten? Wie werden Daten über das Internet transportiert? Wie kann man mit Datensätzen neue Informationen gewinnen? Und wie genau machen das Computer alles automatisch?

Diese Fragen zeigen beispielhaft auf, wie komplex dieses Themengebiet ist. 

Fest steht: Wir sollten bereits in der Schule damit anfangen, eine digitale Grundbildung zu vermitteln.

Das Ziel

Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmenden ein besseres Verständnis von Digitalisierung zu vermitteln. Dazu gehört z. B. eine Vorstellung davon, wie eine Bestellung bei Amazon vom Eintippen der Adresse in der Browsersuchleiste bis zum Ankommen des Pakets zuhause funktioniert. Außerdem warum es für Netflix einfach ist herauszufinden, wer A Christmas Prince 18 Tage lang jeden Tag angeschaut hat und warum wir uns Gedanken darum machen sollten, wer unsere Daten hat.

Wie erreichen wir dieses Ziel? - Methodik

Der Einstieg in den Kurs bildet ein Planspiel. In einer fiktiven Stadt erzeugen die Teilnehmenden selbst Daten und werten diese zu verschiedenen Zwecken zunächst händisch aus. Im nächsten Schritt geht es darum, wie man nun in großen Stil diese produzierten Daten verarbeiten kann. Dazu werden wir uns mit relationalen Datenbanken und SQL beschäftigen. In einem Block zu maschinellen Lernen gehen wir dann der Frage nach, wie man aus Datensätzen neue Informationen gewinnen kann. Außerdem diskutieren wir, wie so über Menschen, die nur wenige Daten hinterlassen, neue Einsichten gewinnen kann und somit Daten zu einem gesamt gesellschaftlichen Problem werden. Anschließend gibt es eine praktische Einheit zum Thema Programmieren und Internet. Ziel ist es ein kleines Chat-Programm selbst zu schreiben, um daran mögliche Probleme von Integrität, Authentizität und Geheimhaltung von Nachrichten und Daten im Internet zu diskutieren. Abschließend beschäftigen wir uns damit, wie man seine Daten im Internet und mit dem Smartphone schützen kann, wie man vertrauenswürdige Software und datenarme Alternativen zu so mancher App findet.

Für wen gemacht?

Der Kurs richtet sich dabei an alle ohne informatische Vorkenntnisse (wer programmieren kann und regelmäßig mit SQL arbeitet, wird nicht viel Neues lernen, ist aber herzlich willkommen).

Wir wollen sowohl Schüler*innen als auch Lehrer*innen stärken, sich mit den Fragen von Big Data auseinanderzusetzen und haben daher an diese Zielgruppen angepasste Formate, die auf eine erfahrungsorientierte Art und Weise für einige Aha-Momente sorgen werden.

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Geeignet für Ahnungslose, Anfänger und Profihacker!

In der kurzen Zeit des Workshops wird eine ganze Menge an Themen angerissen - je nach persönlichen Interessen kann man dann unter Anleitung bestimmte Gebiete vertiefen.
Geeignet für Ahnungslose, Anfänger und Profihacker!

Marc Stevens (Web Design Media)

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Der Workshop bietet einen wunderbaren Einblick in die Breite und Tiefe der Datenwelt. 

Ausgehend von den fundamentalen Grundlagen - wie werden Daten gesammelt, gespeichert, miteinander verbunden und genutzt - bis zum Programmieren für Anfänger oder Fortgeschrittene wird der gesamte Raum abgedeckt. Mich persönlich hat besonders beeindruckt, wie leicht es ist, Einblick in Big Data zu bekommen, wenn man weiß, wie und wo man nachgucken muss. Das betrifft so Banales wie App-Berechtigungen und alternative Browser etc., sowie nützliche Plug Ins, die einen werbe- und virenfrei durchs Internet surfen lassen.

Dana Moore (Lehrkraft für Informatik)

Zur Dozentin

Julia Krämer

Julia Krämer

Studium der Informatik und Mathematik. Julia ist Promotionsstudentin an der TU München und bildet seit fast 10  Jahren studentische Hilfskräfte in mehrtätigen Workshops für Vorkurse und Erstsemester- Vorlesungen aus. Sie war in der Hochschullehre schon als studentische Hilfskraft, Assistentin und Dozentin tätig.

Neben ihrer Promotion im Bereich Sicherheit digitaler Systeme, gibt Julia Workshops für Schüler*innen und angehende Lehrende, die praxisnah vermitteln, was Daten sind, wie Computer Daten verarbeiten und warum Datenschutz ein gesamtgesellschaftliches Problem ist.

Julia hat 2014 die Seminarreihe "Vision: Gutes Lehren und Lernen" mit ins Leben gerufen und ist seitdem als Organisatorin und Dozentin im Einsatz. Ihre Leidenschaft ist, komplexe naturwissenschaftliche Zusammenhänge so aufzubereiten, dass sie fundiert und für jede*n verständlich sind. Durch ihre verschiedenen Engagements macht sie neueste Erkenntnisse aus der Wissenschaft erfahrbar und verankert somit Wissen nachhaltig.

Interesse?

Gerne führen wir den Workshop auch an deiner Schule durch.

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