MarkusGoerlich/ Events, Projekt Herausforderung

Freitag, 15. Februar 2019. 

Zum 1. Bundeskongress Herausforderung von Schule im Aufbruch sind 120 Teilnehmer*innen von knapp 40 Schulen zusammen gekommen. Das Projekt Herausforderung wird mittlerweile an vielen Schulen in Deutschland umgesetzt. Dabei ist die Art und Weise der Umsetzung so vielfältig und bunt wie auch die jeweiligen Schulen. Es war deshalb an der Zeit die Akteure und Gestalter des Projekts zusammenzubringen. Austausch und Vernetzung sowie konkrete Arbeit in Workshops standen auf der Agenda.

Eröffnung Bundeskongress Herausforderung

Mutmacher für den Schritt ins Unbekannte

Um ein intensives Kennenlernen auf dem Bundeskongress Herausforderung zu ermöglichen hat Veronika Mercks von Navigaia Journeys mit einem stummen Impuls begonnen. Was Lehrer*innen im Projekt Herausforderung stets erwarten, war hier gefragt: Non-verbal mussten sie ihre Komfortzone verlassen und konnten am lebendigen Leibe spüren wie sich das bei einem selbst anfühlt. Sich zu fühlen wie ein Kind oder sich beim Kontakttanzen näher zu kommen ohne die Grenzen anderer zu überschreiten - für die Teilnehmer*innen bereits ein erster Vorgeschmack. Hier wurde das Komfortzonenmodell lebendig. Anschließend wurde gemeinsam reflektiert, wie alle als Akteure im Projekt als Mutmacher*in agieren können.
Bundeskongress Herausforderung Impusl wie Kinder

CampFire-Night - Austausch und Vernetzung

Bei der CampFire-Night am ersten Abend waren Geschichten gefragt - von Schüler*innen, Lehrer*innen, Projekt*leiterinnen und vielen mehr. Wunderbar, welche inspirierenden Erfahrungen hier aufgekommen sind. Bildungsreformer Otto Herz war zudem vor Ort, um das Projekt auch historisch einzuordnen - selbstverständlich mit vielen Anekdoten aus der Jugend- und Wandervogelbewegung.


Tag 2 - ran, an die Arbeit

Nach dem intensiven Kennenlernen und Austausch am ersten Tag, wurde es an Tag 2 sehr konkret. Eine drängende Frage für viele Schulen ist die Frage nach Begleitern. Familienunternehmer Frank Heitmeyer hat zusammen mit Markus Görlich in einem Impro-Theater über die Möglichkeiten von Synergien und den Community-Learning-Ansatz gesprochen. Die Frage hier: Wie schaffen wir Win-Win-Situationen anstatt in Silos zu denken?

Bundeskongress Herausforderung Win Win mit Unternehmen statt Silo Denken

In den folgenden Workshops wurden viele Ergebnisse rund um wichtige Fragen des Projekts beantwortet:

  • Kulturelle Herausforderungsprojekte
  • Leaders of Learning: Begleiterausbildung und -akquise
  • "Herausforderung" evaluieren - ein Unterstützungsangebot aus der Wissenschaft
  • Vom Lehrer zum Coach – Eine Herausforderung für Lehrer?
  • Nach der Herausforderung: Wie gelingt der Transfer von Erfahrungen in den Alltag?
  • Das Projekt Herausforderung in ländlichen Regionen umsetzen

Alle offenen Fragen und Anliegen konnten am Nachmittag im Open Space eingebracht werden. Dieses offene und effektive Konferenzformat wurde von Alexander Teibrich moderiert, um dem offenen Austausch Struktur zu verleihen. Analog zum Projekt wurde hier ein fester Rahmen für ein Höchstmaß an Flexibilität gesetzt.


Ausblick

Wie geht es weiter? 

Bildungsforscher Dr. Matthias Rürup hat 2012 die Verbreitung des Projekts Herausforderung als eine Grassroot-Revolution ("Graswurzelbewegung") der Innovation beschrieben. Wir freuen uns deshalb sehr, dass sich verschiedene Schulen und konstruktiv denkende Kooperationspartner auf dem 1. Bundeskongress Herausforderung begegnen und austauschen konnten.

Fest steht bereits: Wir wollen kooperieren! Das WIE wird sich in den nächsten Tagen und Wochen ergeben - Die Spannung steigt also. Wir werden über Unterstützungsangebote und die kommenden Kooperationen in unserem Newsletter berichten und als THINK&DO-Tank helfen das Projekt Herausforderung weiter groß zu machen. Auch wir sind gespannt und voller Neugierde auf das, was nun entsteht...


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