Im Schulprojekt Herausforderung suchen sich die Schüler*innen im zweiten Halbjahr der Klasse 8/9/10 eine persönliche Herausforderung, die sie eigenständig vorbereiten und planen. Zu Beginn des nächsten Schuljahres brechen sie dann auf, um ihre Herausforderung zu meistern.

Für eine Zeit von 17 Tagen stehen ihnen lediglich 150 € pro Person zur Verfügung, mit denen das komplette Leben in dieser Zeit finanziert werden muss. Es geht in der Regel raus aus der Heimat-Stadt. Die Gruppe organisiert ihre Route zu Fuß, mit dem Rad oder einem Kanu komplett eigenständig (inkl. Schlafmöglichkeiten und Essen). Begleitet werden die Gruppen jeweils von einem jungen Erwachsenen. Die speziell ausgebildeten Begleiter*innen sind meistens Student*innen der Sozialen Arbeit oder des Lehramts. Sie bevormunden die Schüler*innen nicht, agieren aus dem Hintergrund und lassen die Schüler*innen in der Eigenverantwortung - nur im Notfall greifen sie ein.

In einem geschützten Raum wird den Jugendlichen ermöglicht, die Komfortzone elterlicher Versorgung zu verlassen, die alltäglichen Probleme in Eigenregie zu lösen, Schwierigkeiten und Durststrecken zu überstehen, als Team zu funktionieren und ggf. auch zu scheitern, um dann gemeinsam kreative Lösungen zu finden.

Gründe, Warum Schulen das Projekt Herausforderung einführen

Unser Bildungsauftrag im 21. Jahrhundert

Selbstvertrauen aufbauen und Persönlichkeit entwickeln

Eigenverantwortung, Motivation und Eigeninitiative fördern

Umgang mit Scheitern, Frustration und Ungewissheit lernen

Schulen, die das Projekt umsetzen

Eine Auswahl an Schulen, von den wir wissen, dass sie eine Variante des Projekts durchführen.

Du kennst noch mehr Schulen? Super - leite diese gerne an uns weiter. Wir organisieren gerne eine Vernetzung und übergreifende Unterstützungsangebote.

  • Ev. Schule Berlin Zentrum
  • 4. Aachener Gesamtschule
  • Reformschule Winterhude
  • IGS Oyten
  • Max Bauer Schule Hambug
  • Matthias Claudius Schule Bochum
  • Bugenhagenschule Alsterdorf in Hamburg
  • Freie Schule Rerik
  • Gesamtschule Langerfeld
  • Wilhelm von Humboldt Schule Berlin
  • IGS Buxtehude
  • Freie Schule Berkenroth
  • Walter-Gropius Schule Berlin
  • IGS Stade
  • Otto-Hahn Gymnasium Göttingen
  • Heinz-Brandt-Schule Berlin
  • IGS Garbsen
  • Freie Gesamtschule Universale Jena
  • Mittelschule in Erlangen
  • Französische Schule Tübingen

Ist das Projekt Herausforderung das richtige für Deine Schule?

Dieses außergewöhnliche Schulprojekt ist nicht für jede Schule passend. Überprüfe selbst, inwiefern es in Frage kommt.

Ideal geeignet für

  • check-circle-o
    Schulen, die eine Potentialentfaltungskultur leben (wollen) und ihren Schüler*innen mehr zu trauen als sie selbst
  • check-circle-o
    Schulen, die mit Elementen des Selbstlernens arbeiten und  Eigenverantwortung bewusst stärken 
  • check-circle-o
    Schulen, die sich als lernende Organisation verstehen und bereit sind, eigene Strukturen und Muster zu hinterfragen

weniger geeignet für

  • times-circle-o
    Schulen, die ausschließlich Wert auf Wissensvermittlung setzen
  • times-circle-o
    Schulen, die keine außerschulischen Kooperationen eingehen wollen
  • times-circle-o
    Schulen, die keine zusätzlichen (zeitlichen) Ressourcen aufbringen können bzw. wollen

Wer außerdem profitiert

Neben dem offensichtlichen Mehrwert für Schüler*innen kann das Projekt auf der gesamten Schulentwicklungsebene tiefgreifende Veränderung mit sich bringen.

Eltern

Vielen Eltern fällt die Kommunikation mit ihren Kindern während der Phase der Pubertät schwer. Schule ist als Thema besonders knifflig. Viele Jugendliche verschließen sich in dieser Phase. Das Projekt bietet Anlass für tiefgreifende Gespräche mit den eigenen Kindern auf Augenhöhe. 

Die Elternkommunikation mit der Schule erhöht sich durch das Projekt Herausforderung enorm und die konstruktive Zusammenarbeit wird gestärkt. Was wäre, wenn beim nächsten Elternsprechtag in der Klasse 9 zunächst die Erfolge der Schüler*innen im Projekt Herausforderung im Vordergrund stehen und dann erst auf andere schulische Leistungen geschaut wird?

+

angehende Lehrer*innen und Pädagog*innen

Sie können sich als Begleiter*innen erproben und ihr pädagogisches Leitbild hinterfragen. Während der Projektdurchführung entwickeln sie ihr persönliches Standing vor Jugendlichen. Die Begleitung bietet sowohl Anlass zur berufsbiografischen Reflexion, als auch eine Testumgebung für die eigene pädagogische Haltung und das pädagogische Führungs-verständnis. Ein Riesengewinn für die zukünftige Generation an Lehrer*innen!

+

Umfeld der Schule

Das Projekt bietet die Möglichkeit zu einer vielfältigen Kooperation mit außerschulischen Partnern (und erfordert sie auch!). Einige Beispiele: Schüler*innen und Begleiter*innen machen gemeinsam eine Erste-Hilfe-Schulung mit den Maltesern. Studentische Initiativen bereichern die Vorbereitungsphase. Begleitende Forschung mit Universitäten. Kooperation mit Unternehmen, die in der Berufsorientierungsphase wichtig sind (Bewerbungstrainings, Praktika, Schnupper-Tage etc.). Akquise von Sponsoren und Einbeziehung lokaler Partner erhöhen die Öffentlichkeitswirksamkeit der Schule.

Markus Görlich

Initiator von eDUCTO

Das Projekt Herausforderung wirkt über die Grenzen von Schulzäunen hinaus. Mit der Zeit kann eine gewinnbringende Lern- und Entwicklungsgemeinschaft aus Schüler*innen, Lehrer*innen, Eltern, Unternehmen und anderen Kooperationspartnern innerhalb des Wirkungskreises der Schule entstehen - manchmal sogar darüber hinaus.

So kann eDUCTO die Implementierung Unterstützen

Impulsworkshop

Du möchtest dich von der Projektidee anstecken lassen und genaueres zur Implementierung erfahren?

  • Inspiration - das große WARUM
  • Ablauf und grundlegende Infos
  • Einblicke in den Implementierungsprozess
  • Praxisbeispiele & Vernetzung

Service Angebote

Du brauchst an deiner Schule Unterstützung?

  • Begleiterausbildung & -rekruiting
  • Materialerstellung + didaktisches Design
  • Sponsorensuche + Unternehmenskooperationen
  • maßgeschneiderte Fortbildungen

Schulentwicklungsberatung

Gerne begleiten wir deine Schule in Kooperation mit erfahrenen Schulentwicklungsberatern bei der Einführung oder Weiterentwicklung des Projekts, u.a. durch:

  • Fortbildung für Lehrer und Coaches (z.B. SchILF, päd. Tag)
  • strategische Begleitung des Projektteams
  • didaktische Konzeptentwicklung

Weitere Unterstützer des Projekts

Schule im Aufbruch

Viele Schulen, die das Projekt Herausforderung implementiert haben sind zudem Teil des Netzwerks Schule im Aufbruch. 

  • Schule im Aufbruch ist eine Initiative, die zu mehr Potenzialentfaltung von Kindern führen soll. Wir wollen Schulen, die die angeborene Begeisterung und Kreativität von Kindern und Jugendlichen erhalten und fördern.
  • Um Potenzialentfaltung in der Schule zu ermöglichen, bedarf es einer neuen Lernkultur, vielfältiger Lernformate und einer wertschätzenden Haltung. Was wirklich zählt: Vertrauen, Wertschätzung, Beziehung, Verantwortung, Sinn.
  • Schule im Aufbruch steht für eine ganzheitliche und transformative Bildung, wie sie im Weltaktionsplan Bildung für Nachhaltige Entwicklung von der UNESCO formuliert ist. Es geht um Verantwortungsübernahme für sich selbst, für die Mitmenschen und für unseren Planeten.

Ansprechpartnerin: Margret Rasfeld

Web: https://www.schule-im-aufbruch.de

Email: dialog@schule-im-aufbruch.de

Stadt-Land-Fluss - Das Herausfo(e)rderungsnetzwerk

Das Netzwerk von Stadt-Land-Fluss will es Partnerschulen so leicht wie möglich machen, das Projekt Herausforderung zu etablieren und durchzuführen und bietet mit dem Prinzip ShareUcation an, von den bereits bestehenden Strukturen und Materialien zu profitieren und daran zu partizipieren. Jede Schule soll somit ein individuell passendes Herausforderungskonzept entwickeln können.

Ansprechpartner: Matthias Pfeiffer

Web: https://www.stadtlandfluss-online.de

Email: hugopfeiffer@gmail.com

HeRiS - Ein Begleitforschungsangebot für Schulen mit Herausforderungen

Angeboten wird eine wissenschaftliche Begleitung des Schulprojekts Herausforderungen durch ein Netzwerk deutscher Schulforscher*innen.

Ansprechpartner: Dr. Matthias Rürup (Uni Wuppertal), Dr. Kerstin Helker (RWTH Aachen), Dr. Michael Hecht (TU Dresden)

Web: https://www.ifb.uni-wuppertal.de/herausforderungen

Email: heris@uni-wuppertal.de


Lust, das projekt Herausforderung an Deiner Schule zu initiieren?

Egal ob Eltern, Lehrer*in, Schulleiter*in oder Schüler*in - Du kannst die Idee weitergeben und verbreiten. Lass dich anstecken!

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